Habt Ihr das schon gewusst?

VIELLEICHT IST ES EUCH SCHON AUFGEFALLEN: IN UNSERER PRAXIS HÄNGEN BILDER VON TIERBABYS. ES GIBT SO VIELE SPANNENDE TIERE, DASS WIR EUCH AUF DIESER SEITE EINIGE VORSTELLEN WOLLEN.

 

VIEL SPASS BEIM LESEN UND STAUNEN!


 

Wenn Ihr nicht abwarten und schnell noch mehr tolle Tiere kennenlernen wollt, dann besucht doch auch mal eine andere Seite im Internet http://www.kindernetz.de/oli/tierlexikon/-/id=10600/1o2wn12/index.html Hier findet Ihr neben Fotos und Erklärungen auch viele spannende Videos!

FRUCHTIG?

 

In den Wäldern Neuseelands lebt der kleinste Laufvogel der Welt – der Kiwi. Erst in der Nacht wird der schüchterne Vogel aktiv und kommt aus seiner Behausung, einer Bodenhöhle, einem hohlen Baumstamm oder einer Felsspalte, hervor. Mit seinen nur vier bis fünf Zentimeter langen Flügeln kann er nicht fliegen, und der Kiwi hat auch keinen sichtbaren Schwanz.  Daraus und aus seinen weit nach hinten verlagerten Beinen ergibt sich seine ungewöhnliche ovale Körperform. Doch noch mehr Merkmale unterscheiden den Kiwi von anderen Vogelarten: Statt Krallen und Klauen läuft er auf Zehen samt Zehennägeln, sein Körper scheint eher von einer pelzigen Behaarung als von Federn bedeckt und am Ende seines langen Schnabels befinden sich Nasenlöcher. Die Augen des Kiwis sind nicht besonders gut. Sein Gehör und Geruchssinn dafür umso besser! Lauschend und schnüffelnd kann er sich so in der Dunkelheit der neuseeländischen Nächte orientieren und sein Futter aufspüren. Für die Nahrungsbeschaffung stochert er mit seinem langen, dünnen Schnabel in den Boden und erschnuppert mit seinen Nasenlöchern Schnecken, Würmer, Larven und andere Insekten. Kiwis sind ungefähr so groß wie Hühner. Die Weibchen sind dabei etwas größer als die Männchen. So muss es auch sein, denn sie legen verhältnismäßig gigantische Eier, die bis zu 30 % ihres eigenen Körpergewichts auf die Waage bringen. Das Ei brütet dann das Kiwi-Männchen aus! Kiwis sind außerdem monogam. Das heißt, sie verbringen ihr ganzes Leben mit einem Partner. Bis zu 30 Jahre alt können die kleinen Laufvögel werden. Der Kiwi ist den Menschen seiner Heimat solch ein beliebter Geselle, dass er zum Nationalsymbol Neuseelands erkoren wurde. Die Neuseeländer bezeichnen sich sogar selbst als „Kiwis“. Das ist auch der Grund, aus welchem die Kiwi-Frucht zu ihrem Namen gelangt ist. Eigentlich heißt die pelzige Frucht mit dem grünen Inneren „chinesische Stachelbeere“. Doch als Exportfrucht aus dem „Kiwi-Land“ hat sich die Bezeichnung „Kiwi“ auf dem europäischen Markt durchgesetzt.

GESPENSTER.


Rochen (Batoidea oder Rajomorphii) gehören wie Haie und Seekatzen zu den Knorpelfischen. Sieleben am Meeresboden und haben sich diesem Leben angepasst: Sie unterscheiden sich von den Haien vor allem dadurch, dass ihre Brustflossen ausgedehnt und an der Seite des Kopfes angewachsen sind. Bis auf die erste Kiemenspalte liegen alle auf der Unterseite des Rochens. Die erste Kiemenspalte liegt aber auf der Oberseite, damit der Rochen leichter einatmen kann. Die meisten Rochen verbringen viel Zeit damit, flach oder halb eingegraben auf dem Boden zu liegen und würden sonst nicht nur Wasser, sondern auch Sand und Schlamm einatmen. Die scheiben- oder rautenförmige Gestalt eines Rochens ist stark abgeflacht, der Schwanz ist lang ausgezogen und eher dünn. Während bei den Haien der Schwanz für den Antrieb sorgt, benutzen viele Rochen ihre Brustflossen zum Schwimmen. Die Körpergröße der Rochen liegt zwischen 20 cm bis 7 m, es gibt etwa 570 Arten.Viele Rochen ernähren sich von bodenbewohnenden Wirbellosen, wie Krebstieren, Muscheln, Schnecken, Würmern usw. Es gibt auch eine Reihe von Fischfressern. Der Glattrochen frisst Dorsche, Plattfische und Tintenfische. Der Chagrinrochen erbeutet Chimären und Dornhaie. Die größten Rochen, Manta und Mobula, ernähren sich von Planktonorganismen und kleinen Fischen. Man weiß von keinem Rochen, der grundlos einen Menschen angegriffen hätte. Rochen wehren sich nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Wenn si am Boden liegend bedroht werden. Sie sind äußerst friedfertige Tiere, können aber je nach Art für den Menschen gefährlich werden, wenn man ihnen zu nahe kommt. So gibt es Rocharten, wie den Stachelrochen, die für den Menschen hochgiftige Stachel haben. Fühlen sie sich bedroht, setzen sie diesen Stachel mit Giftdrüsen und Widerhaken auch durchaus ein. Sollte man in einen Rochen treten und gestochen werden, ist es ratsam, sofort einen Arzt aufzusuchen. Alle Rochen, mit Ausnahme der Echten Rochen, die kapselartige Eier legen, sind ovovivipar (ein echter Zungebrecher), d.h. die Jungtiere schlüpfen noch im Körper des Muttertieres bzw. kurz nach der Eiablage. Der echte Rochen legt Eier, die er an Meerespflanzen festklebt. Die Jungen schlüpfen nach 4 bis 14 Monaten.

DER MILCH-FROSCH?


Einmal, in der Sommerhitze, trocknete ein Tümpel aus, in dem ein Frosch lebte. Als alles Wasser verdunstet war, verließ er den Tümpel und wanderte fort. Doch so weit er auch hüpfte, er fand keinen Bach und keinen Teich. Schon halb verdurstet kam er zu einem Bauernhof und entdeckte in der Speisekammer einen Topf mit frischer, fetter Milch. Der Frosch konnte sein Glück kaum fassen, er hüpfte in den Milchtopf und trank und schmatzte. Als er satt war, wollte er wieder heraus. Er schwamm zum Rand des Kruges, doch weil er so viel getrunken hatte, kam er nicht mehr an ihn heran, so sehr er auch hampelte und strampelte. Viele Stunden mühte er sich vergeblich ab. Schließlich war er so erschöpft, dass er sene Beine kaum noch bewegen konnte. Aber er gab die Hoffnung nicht auf. Er schwamm und strampelte die ganze Nacht, und als am nächsten Morgen die Sonne in die Kammer schien, saß der Frosch auf einem Butterklumpen. Er nahm all seine Kraft zusammen, sprang aus dem Krug und war gerettet.

Und die Moral von der Geschichte: Wer nicht aufgibt, auch wenn alles hoffnungslos zu sein scheint, der wird dafür belohnt.

Soweit die Fabel, aber es gibt ihn wirklich, den Amazonas Milch-Frosch (Trachycephaalus resinifictrix). Er wird nur etwa 4 cm gross. Er ist in Südamerika heimisch und lebt in den feuchten Regenwäldern in der Nähe von Wasserquellen. Und er frisst alle Insekten, die mal so eben in sein Maul passen! Wir finden ihn ziemlich hübsch!

ICH BIN KEIN SCHWEIN!

 

Tapire (Tapirus) leben hauptsächlich in geschlossenen tropischen Wäldern Asiens, Süd- und Mittelamerikas und ernähren sich von weicher Pflanzenkost. Auf dem Foto seht Ihr übrigens ein südostasiatisches Schabrackentapir-Baby. Tapire sind eine recht alte Tierart und sind schon seit 14 Millionen Jahren bekannt! Tapire werden 180 bis 250 cm lang, und 73 bis 120 cm hoch. Ausgewachsene Tiere erreichen ein Gewicht von 150 bis 320 kg , kleine Arten nur 110 bis 140 kg. Das ist noch immer ziemlich schwer. Nase und Oberlippe des Tapirs sind zu einem kleinen Greifrüssel verwachsen, mit dem die Tiere ihre Blätternahrung aufspüren und aufnehmen. Dabei bewegen sie sich, den Rüssel am Boden haltend, vorwärts. Häufig halten sie sich in der Nähe von Wasser auf. Sie können gut schwimmen und tauchen – und sie baden gerne in Schlamm. Fast wie unsere Hausschweine, ihre nächsten Verwandten sind allerdings Pferde und Nashörner. Wer hätte das gedacht? Generell sind Tapire sehr scheu und vorsichtig, im Bedrohungsfall fliehen sie ins Wasser oder ergreifen die Flucht. Wenn notwendig, verteidigen sie sich mit Bissen. Neugeborene sehen bei allen Tapirarten gleich aus: Sie sind dunkelbraun und tragen hellbraune bis weiße Längsstreifen, die zu Flecken und Strichen aufgelöst sein können. Das Jungen verbringt seine erste Lebenswoche in einem geschützten Lager, danach beginnt es, seiner Mutter zu folgen. Nach einigen Wochen verschwindet allmählich das Fellmuster der Jungtiere, was etwa mit einem halben Jahr abgeschlossen ist. Ab dem ersten Lebensjahr sieht der junge Tapir in der Färbung aus wie ein erwachsenes Tier. Ungefähr zur gleichen Zeit wird er von der Muttermilch entwöhnt und von seiner Mutter vertrieben. In freier Wildbahn werden Tapire etwa 30 Jahre alt, das höchste bekannte Lebensalter eines in Gefangenschaft lebenden Tapirs betrug 35 Jahre.In manchen Gegenden Südamerikas werden Tapire auch als Haustiere gehalten.

EIN GRUNZENDES NAGETIER.


Die Stachelschweine (Hystricidae) grunzen zwar wie Schweine, gehören aber zu den Nagetieren. Das Verbreitungsgebiet umfasst das tropische und subtropische Asien sowie Afrika. Ob Südeuropa ein natürlicher Teil des Verbreitungsgebiets ist oder ob Menschen dort Stachelschweine ausgesetzt haben, ist nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass sie auffallend häufig in der südlichen Toskana (rund um Siena) anzutreffen sind. Die Stachelschweine haben die längsten Stacheln aller Säugetiere. Es handelt sich dabei eigentlich um umgewandelte Haare. Entgegen alten Vorstellungen schießen die Stachelschweine nicht mit ihren Stacheln. Sie verwenden sie aber durchaus zur Abwehr von Feinden. Stachelschweine leben am Boden. Manche Arten graben Gänge, andere verbergen sich in Felsspalten oder in Bauen anderer Tiere. Nachts gehen sie auf die Suche nach Nahrung. Das Stachelschwein frisst vor allem Pflanzen, besonders Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, die Früchte von Sträuchern und auf dem Boden liegende Baumfrüchte. Selbst Kräuter und Baumrinden verschmäht es nicht. Maiskolben erbeutet es, indem es die Stängel durchbeißt, um so an die Kolben zu gelangen. Darüber hinaus frisst es auch Insekten und Frösche. Stachelschweine leben als feste Pärchen und betreuen ihre Jungen gemeinsam. Nach einer Tragezeit von nur 9 Wochen bringen Stachelschweine ein bis vier Junge zur Welt, die am Anfang noch ganz weiche Stacheln haben.

SÄBELZAHNKATZEN UND INDRICOTHERIUM.

 

Die Dinosaurier sind vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben. Trotzdem wissen wir eine ganze Menge über sie und ihre Lebensweise. Wollt Ihr Euer Wissen einmal testen? Dann macht doch unser Dinosaurier-Ratespiel.

 

 

Das Ratespiel und die tolle Malvorlage könnt Ihr Euch hier herunterladen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Raten und Ausmalen!

malvorlagen-dinosaurier.jpg
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Das Dino-Ratespiel.pdf
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PRAKTISCHE SCHWEISSFÜSSE!

 

Der Klippschliefer (Procavia capensis) ist ein kaninchengroßes Tiere, die in trockenen und felsigen Gebieten Afrikas und Westasiens vorkommt. Klippschliefer wiegen etwa 2 bis 4,5 Kilogramm. Sie sind knuddelig und, wenn sie nicht gerade träge in der Sonne dösen, auch sehr possierlich. Kaum jemand käme bei ihrem Anblick auf den Gedanken, dass er enge Verwandte des Elefanten und der Seekuh vor sich hat. Eine DNA-Untersuchung zeigte, dass Klippschliefer, Seekuh und Elefant einen gemeinsamen Vorfahren haben, der vor etwa 80 Millionen Jahren in Afrika lebte. Dass von der Familienähnlichkeit heute nicht mehr allzuviel übrig ist, liegt daran, dass sich Tiere und auch Menschen ihren Lebensräumen anpassen und deshalb auf ganz lange Sicht ihr Aussehen ändern. Zuvor gingen auch Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei den Klippschliefern um Nagetiere handelt. Wenn da nicht einige anatomische Besonderheiten gewesen wären: So ist bei den Klippschiefern nur je ein Zeh pro Hinterfuß zur Kralle ausgebildet – alle anderen Zehen aber zu kleinen, knotenförmigen Hufen. Klippschliefer sind sehr gut an ihre Umgebung angepasst: Da sie in Felsspalten leben, müssen sie klein sein – ein Elefant hätte in den felsigen Gebirgen Afrikas oder Westindiens, in denen sie zu Hause sind, keine Chance. Umgekehrt hilft den Elefanten ihre beeindruckende Größe um in der Savanne, die sie mit Raubtieren wie Löwen oder Hyänen teilen, zu überleben. Die kleinen Klippschliefer wären dort schon längst von den größeren Fleischfressern ausgerottet worden. Die Natur hat die pummeligen Tiere mit einigen genialen Erfindungen ausgestattet. So haben sie ausgeprägte Schweißfüße. Aber was uns Menschen sehr unangenehm wäre, ist für sie äußerst nützlich. Denn ihre Sohlen werden von den Schweißdrüsen ständig ein bisschen feucht gehalten. Gleichzeitig können die die Innenseite ihre Sohlen einziehen. Es entsteht ein Vakuum, das dafür sorgt, dass sie steile Felswände auf und ab laufen können, als hätten sie Saugnäpfe an den Füßchen. Die Iris ihrer Augen können die pelzigen Wesen so weit verengen, dass sie es schaffen stundenlang in die Sonne zu schauen, ohne Schaden zu nehmen. Das ist vor allem für die Tiere von Vorteil, die Wache schieben müssen, während die anderen Mitglieder der Kolonie mit Fressen oder Herumlungern beschäftigt sind. Ein Klippschliefer-Wurf besteht aus zwei bis drei Jungen. Die Neugeborenen sind sehr weit entwickelt. Sie kommen mit offenen Augen zur Welt und können sofort umherlaufen.

BITTE LÄCHELN!

 

Der Weißwal (Delphinapterus leucas) oder Beluga lebt in arktischen und subarktischen Gewässern. Wie die nahe verwandten Narwale besitzen sie keine Rückenfinne, das ist die Rückenflosse. Die Flipper (das sind die Brustflossen – und ihr kennt den Namen bestimmt?) sind abgerundet rechteckig, der Außenrand rollt sich bei älteren Tieren nach oben. Die Gesamtlänge der Wale liegt zwischen drei und maximal sechs Metern bei einem Gewicht von 400 bis maximal 1000 Kilogramm, dabei sind die Männchen in der Regel größer und schwerer als die Weibchen. Der Kopf ist relativ kurz und trägt eine vorgewölbte Verdickung (Melone – stimmt, so heisst auch ein Hut, den Engländer gerne tragen), die sich im Laufe des Lebens ausbildet. Die Fluke (Schwanzflosse) ist ziemlich breit und sieht mit dem Alter der Tiere zunehmend wie ein Gingkoblatt aus. Die Augen des Beluga sind sehr klein und liegen dicht hinter den Mundwinkeln, die Ohröffnungen ist fast gar nicht sichtbar. Kurz vor dem Nacken liegt das halbmondförmige Blasloch, durch das die Belugas atmen. Wie bei allen Walen ist die Haut unbehaart und besitzt eine ziemlich dicke Fettschicht. Weißwale sind in der Lage ihren Gesichtsausdruck zu ändern. Sie können beispielsweise ihre Mundwinkel nach oben oder unten ziehen, was allerdings kein Ausdruck von Freude oder Traurigkeit ist, und sogar die Lippen spitzen! Weißwale ernähren sich fast ausschließlich von tierischer Nahrung. Insgesamt sind über hundert verschiedene Futtertiere bekannt, das Spektrum reicht von Quallen über Tintenfische, Muscheln, Krebse, Würmer bis hin zu Fischen wie Dorsche und Lachs. Lecker! Die Tragzeit dauert bei den Weißwalen etwa vierzehneinhalb Monate. Die Neugeborenen sind zwischen 1,40 und 1,70 Meter lang und wiegen zwischen 45 und 75 Kilogramm. Für die ersten Atemzüge werden sie von der Mutter mit der Schnauze über die Wasseroberfläche gebracht, danach bleiben sie immer in ihrer direkten Nähe, meist mit Körperkontakt. Der Zahndurchbruch beginnt zum Ende des zweiten Lebensjahres, bis zu diesem Zeitpunkt werden die Jungtiere von der Mutter gesäugt.

ENTE ODER BIBER?

 

Das Schnabeltier (Ornithorhynchus anatinus) ist ein eierlegendes Säugetier aus Australien. Verrückt! Schnabeltiere sind nachtaktive Einzelgänger. Sie können ausgezeichnet schwimmen und verbringen den Großteil ihres Lebens im Wasser. Unter Wasser werden sowohl die Augen als auch die Ohren geschlossen. Der deutsche Name des Tieres deutet sein auffälligstes Kennzeichen bereits an, den biegsamen Schnabel, der dem einer Ente ähnelt. Erwachsene Schnabeltiere haben keine Zähne, sondern lediglich Hornplatten am Ober- und Unterkiefer, die zum Zermahlen der Nahrung dienen. Bei der Geburt besitzen die Tiere noch dreispitzige Backenzähne, die sie aber verlieren, wenn sie grösser werden. Die Nasenlöcher liegen auf dem Oberschnabel weit vorn. Das ermöglicht dem Schnabeltier beim Tauchen wie mit einem Schnorchel zu atmen. Die männlichen Schnabeltiere gehören zu den wenigen giftigen Säugetieren. Sie haben rund 15 Millimeter lange Giftsporne in Knöchelhöhe an den Hinterbeinen. Das Gift ist für Menschen aber nicht gefährlich. Schnabeltiere sind Fleischfresser, ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Krabben, Insektenlarven und Würmern. Und Schnabeltiere legen Eier! Die Eier werden rund 10 Tage lang bebrütet. Dann kommen die Jungtiere nackt und mit geschlossenen Augen zur Welt und sind bei der Geburt nur rund 2,5 Zentimeter groß! Ein spannendes Tier! Und ein lebendes Fossil, denn die ältesten gefundenen fossilen Schnabeltiere sind 4,5 Millionen Jahre alt!

EIN FUCHS IST AUCH EIN HUND!


Der Fennek oder Wüstenfuchs (Vulpes zerda) ist der kleinste aller Wildhunde (ja, auch Füchse sind Hunde!) und bewohnt die Sandwüsten Nordafrikas. Dort wird es tagsüber bis zu 60°C heiß!!! Der Wüstenfuchs zeigt zahlreiche Anpassungen an das Wüstenklima, etwa die geringe Körpergröße, behaarte Sohlen und große Ohren, die der Wärmeregulation dienen. Unterhalb von 35°C Außentemperatur atmet der Fennek mit 23 Zügen pro Minute. Wird es heißer, kann sich die Atemgeschwindigkeit auf bis zu 690 Atemzüge pro Minute erhöhen. Er hechelt also auch wie ein Hund. Weil der Fennek wie Hunde nicht schwitzen kann, werden die Blutgefäße in den Ohren und Fußsohlen bei Hitze erweitert, um möglichst viel Wärme nach außen abzugeben. Der Fennek ist nacht- und dämmerungsaktiv und frisst als Allesfresser Würmer, Käfer und Mäuse, aber auch Früchte und Knollen. Die Stimme des Fenneks ist hoch und ähnelt der kleiner Haushunde. Schwaches Gebell dient als Warnruf vor Fressfeinden, an Hauskatzen erinnerndes Schnurren als Ausdruck des Wohlbefindens. Als Drohgebärde stößt der Fennek ein hohes Kläffen aus. Partner, Eltern oder andere Individuen, zu denen die Tiere einen positiven Bezug haben, werden mit Quieken begrüßt. Die Jungen werden blind und vollständig behaart geboren. Sie öffnen die Augen nach 8–11 Tagen und bewegen sich mit zwei Wochen erstmals selbstständig fort. Die Zähne brechen etwa zur gleichen Zeit durch. Ab der dritten Lebenswoche fressen die Welpen erstmals Fleisch, sie werden aber 61–70 Tage lang von der Mutter gesäugt. In Nordafrika halten sich manche Menschen einen Fennek als Haustier – obwohl das eigentlich verboten ist. Schließlich ist der Wüstenfuchs ein Wildtier!

VOM ZWERG ZUM RIESEN.

 

Der Eisbär (Ursus maritimus), auch Polarbär, ist das größte an Land lebende Raubtier. Er bewohnt die nördliche Polarregionen und ist eng mit dem Braunbären verwandt. Erwachsene männliche Eisbären erreichen im Durchschnitt eine Länge von 2,40 bis 2,60 Metern vom Kopf bis zum Schwanz, manchmal sogar bis zu 3,40 Metern; die Schulterhöhe beträgt bis zu 1,60 Meter! Das ist riesig! Das Gewicht variiert zwischen 300 und 800 (durchschnittlich 420 bis 500) Kilogramm! Sein gelblich-weiße Fell ist in eisigem Umfeld eine gute Tarnung. Es ist zudem sehr dicht, ölig und wasserabweisend; unter der bei ausgewachsenen Tieren schwarzen Haut (bei Babys ist sie noch rosa) befindet sich eine 5 bis 10 Zentimeter dicke Fettschicht. Die äußeren Fellhaare des Eisbären sind hohl, was zusätzlich zur dicken Fettschicht für eine hervorragende Wärmedämmung sorgt. Außerdem erhöhen die Haare zusammen mit der Speckschicht den Auftrieb beim Schwimmen. Eisbären sind tagaktiv. Etwa 7 Stunden ihrer Zeit nehmen Wandern und Schwimmen in Anspruch und nur 1 Stunde sind zum Jagen und Fressen. Den Rest des Tages verbringen sie jedoch schlafend, ruhend oder auf Beute lauernd. Das sind 16 Stunden! Eisbären sind sehr gute Schwimmer, jagen jedoch üblicherweise nicht im Wasser nach Beute. Schwimmend können sie mehr als fünf Kilometer in der Stunde zurücklegen. Tauchgänge von zwei Minuten bereiten ihnen keinerlei Schwierigkeit, die Tauchtiefe beträgt aber selten mehr als zwei Meter. An Land wandern Eisbären oft stundenlang über weite Strecken und bringen in der Stunde mehr als sechs Kilometer hinter sich. Kurze Sprints mit 30 Kilometer pro Stunde sind für den Eisbären kein Problem. Eisären bringen ein bis manchmal vier Babys zur Welt. Diese sind etwa kaninchengroßen, bei der Geburt sehr fein behaarten, zunächst noch blind und taub. Die Jungen wiegen nur 400 bis 900 Gramm! Das ist winzig! Weltweit gibt es nur noch 20.000 bis 25.000 Tiere. Damit ist der Eisbär eine bedrohte Art.

ZWEI AUSTRALIER, DIE SICH GUT VERSTEHEN.


Die Wombats (Vombatidae, Plumpbeutler) sind in Australien lebende Beutelsäuger. Beutelsäuger? Die Wombat-Weibchen haben einen nach hinten geöffneten Beutel, sodass dieser beim Graben von Gängen und Höhlen, in den die Wombats leben, nicht mit Erde vollgeschaufelt wird. In diesem Beutel lebt das Wombat-Baby in den ersten sechs bis acht Monaten – und dort befinden sich auch die Zitzen, aus denen es Milch trinkt. Danach, meistens in der Abendzeit, verbringen Wombats zwischen drei und acht Stunden mit Grasen. Gefressen werden hauptsächlich Gräser, Kräuter und Moos, Pilze und manchmal auch Wurzeln von Sträuchern und Bäumen. Wombats werden zwischen 70 und 120 Zentimeter lang und wiegen 20 bis 40 Kilogramm. Ein ganz schöner Brummer!


Die Kängurus (Macropodidae) sind ebenfalls Beuteltiere, die in Australien, aber auch in Neuguinea leben. Kängurus unterscheiden sich deutlich in ihren Grössen. Während die größte Art, das Rote Riesenkänguru bis zu 1,8 Meter Höhe und ein Gewicht von 90 Kilogramm erreichen kann, bringt das Zottelkänguru nur 0,8 bis 1,8 Kilogramm auf die Waage und hat eine Grösse von 31 bis 39 Zentimetern.Bei nahezu allen Arten sind die Hinterbeine deutlich länger und stärker als die Vorderbeine, denn Kängurus sind wahre Weltmeister im Weithüpfen! Bei den grösseren Arten sind die Sprünge bis zu 9 Meter weit! Ihr Schwanz ist lang, muskulös und meistens behaart, er wird oft wie ein Stuhl als Stütze oder zur Balance benutzt. Das Weibchen hat einen nach vorne geöffneten Beutel, in dem das Känguru-Baby lebt. Nach der Geburt hängt es sich mit dem Mund an eine Zitze, die es während der nächsten zwei bis drei Monate nicht loslässt. Nach etwa einem halben Jahr verlässt das Jungtier erstmals den Beutel und mit rund acht Monaten ist es endgültig zu groß geworden, um noch hineinzupassen. Das Känguru ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich von Gras und Blättern.

EINFACH MAL ABHÄNGEN.

 

Die Faultiere (Folivora) sind mit Ameisenbären und Gürteltieren verwandt. Sie bewohnen hauptsächlich die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis nach Brasilien. Ausgewachsene Faultiere erreichen eine Körperlänge von gut einem halben Meter und werden bis zu fünf Kilogramm schwer, Zweifingerfaultiere bis zu neun Kilogramm. Die vor etwa 12.000 Jahren ausgestorbenen amerikanischen Riesenfaultiere erreichten hingegen die Größe heutiger Elefanten! Fast das gesamte Leben der Faultiere findet mit dem Rücken nach unten, an einem Ast hängend, statt. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Laub, nur die Zweifingerfaultiere fressen hin und wieder auch Früchte und wirbellose Kleintiere wie Schnecken oder Würmer. Nur etwa alle acht Tage müssen Faultiere aufs Klo – die einzige Tätigkeit, zu der sie auf den Boden herabklettern, abgesehen von Baumwechseln, für die sie auch auf den Boden herabsteigen. Scheinbar wie in Zeitlupe, mühsam und zögerlich hangeln sie sich durch das Geäst. Sie schlafen knapp 16 Stunden täglich (nur der Koala schläft noch länger, er schläft bis zu 20 Stunden). Am Boden wirken sie besonders unbeholfen und schutzlos, weshalb sie ihren Aufenthalt dort auch so kurz wie möglich halten. Im Wasser sind sie aber erstaunlich gute Schwimmer. Zu ihrem Schutz hat sich bei Faultieren eine ungewöhnliche Tarnung entwickelt: In ihren Haare siedeln Algen, so dass sie grün aussehen. Weitere Pelzmitbewohner wie Schmetterlingsraupen und etliche Parasiten vervollständigen die Tarnung. Wenn sie sich nicht bewegen, sehen Faultiere eher aus wie ein Busch. Und sie riechen gar nicht gut! Das dicke Fell bewahrt die Tiere außerdem vor Verletzungen bei Abstürzen. Ebenfalls in hängender Haltung wird von den Faultierweibchen einmal im Jahr ein einzelnes Junges geboren, das sich auf der Bauchseite an die Mutter klammert, bis es selbstständig ist. Bei der Geburt sind kleine Faultiere nur 300 bis 400 Gramm schwer. Das Baby-Faultier beginnt nach einigen Wochen Blätter zu fressen und wird nach etwa einem Monat von der Muttermilch entwöhnt.

EIN SCHWARZ-WEISSER CHINESE.


Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca) wird oft auch einfach als Pandabär bezeichnet. Als Symbol der Tierschutz-Organisation WWF ist er trotz seines sehr beschränkten Verbreitungsgebiets auf der ganzen Welt bekannt. Es gibt ihn nur in China! Pandas sind in erster Linie Bodenbewohner, die allerdings gut klettern und schwimmen können. Das Fressen geschieht meist in einer sitzenden Haltung, so dass die Vorderpfoten frei sind, um nach Nahrung zu greifen. Die Tiere sind dämmerungs- oder nachtaktiv und schlafen bei Tage in hohlen Baumstämmen, Felsspalten oder Höhlen. Pandas sind unter den Bären die ausgeprägtesten Pflanzenfresser; sie ernähren sich entgegen der allgemeinen Meinung aber nicht ausschließlich von Bambus. Zwar ist dies ihre Hauptnahrungsquelle, wobei sie die Bambusschösslinge bevorzugen und ältere Halme seltener fressen. Da Bambus jedoch sehr nährstoffarm und die Pandas ihn nicht gut verdauen können, müssen sie große Mengen davon zu sich nehmen, um ihren Nahrungsbedarf zu decken: Der Tagesbedarf liegt bei rund 10 bis 20 Kilogramm Bambus. Das ist eine Riesenmenge! Die meisten Pandas werden im August oder September geboren, ein Wurf besteht aus ein oder zwei, selten drei Jungtieren. Neugeborene Pandabären sind winzig. Sie wiegen nur rund 90 bis 130 Gramm und sind mit schütterem weißem Fell bedeckt. Auffällig ist, dass neugeborene Pandas noch einen Schwanz haben, der rund ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Große Pandas werden 120 bis 150 Zentimetern lang, der Schwanz ist wie bei allen Bären nur ein Stummel von rund 12 Zentimetern Länge. Das Gewicht erwachsener Tiere reicht von 75 bis 160 Kilogramm. Im Falle einer Mehrlingsgeburt entscheidet sich die Mutter schon bald nach der Geburt für ein Jungtier und verstößt die anderen. Nach welchen Kriterien das geschieht, ist noch unerforscht. Diese ausgestoßenen, kleine Bären werden dann von Menschen großgezogen. So wie die auf unserem Foto.

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